Was würdest du tun, wenn du keine Angst hättest?
Diese Frage begleitet mich seit Jahren – wie ein Echo, das immer wieder in mir nachhallt. Manchmal laut. Manchmal ganz leise, kaum hörbar. Aber sie ist da. Und sie fordert mich heraus.
Viele glauben, Mut bedeute, keine Angst zu haben. Aber das stimmt nicht.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst.
Mut ist, wenn du die Angst spürst – und trotzdem losgehst.
Mut bedeutet, sich gegen das zu stellen, was bequem ist. Gegen das, was andere für „normal“ halten.
Mut ist, Nein zu sagen, obwohl es alle erwarten.
Oder Ja – obwohl es keiner versteht.
Mut ist, sich selbst treu zu bleiben. Auch wenn es unbequem wird. Auch wenn du alleine dastehst.
Mut ist, neue Wege zu gehen, ohne zu wissen, wo sie enden.
Nicht, weil du sicher bist. Sondern weil du weißt:
So wie es ist, kann es nicht bleiben.
Ich glaube, Mut beginnt immer da, wo wir aufhören, uns zu verstecken.
Wo wir aufhören, zu funktionieren – und anfangen, zu leben.

Vielleicht ist Mut nichts Großes.
Vielleicht ist Mut einfach nur dieser eine Moment,
in dem du tief durchatmest,
dir selbst die Hand reichst,
und sagst:
„Ich mach’s jetzt. Für mich.“

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